Über Jesus reden - von Jesus in mir reden!?

Konferenz für Verkündigung 27. Oktober 2018 in der ETG Bachenbülach


von Martin Bracher
Pastor ETG Bachenbülach

Die Konferenz der Verkündigung ist jedes Jahr eine wertvolle Weiterbildung für Frauen und Männer, die im Predigtdienst stehen. Am Anfang unseres gemeinsamen Tages standen folgende Worte: Ein freundlicher Blick erfreut das Herz und eine gute Nachricht stärkt die Glieder (Sprüche 15,30). Dies erinnerte uns an den priesterlichen Segen in 4: Mose 6,25: Der Herr blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! Der Herr wende euch sein Angesicht zu und gebe euch Glück und Frieden! Was für ein Segenswort! Gleichzeitig sind wir herausgefordert mit einander freundlichen Blicken zu begegnen.

Das war ein guter Einstieg zum Referat von Thomas Dauwalter. Inspiration aus Esra 7,10: Esra hatte sich mit ganzem Herzen der Aufgabe gewidmet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu befolgen und die Israeliten seine Vorschriften zu lehren, damit sie sich in ihrer Lebensführung und Rechtsprechung daran hielten. ERFORSCHEN > LEHREN > BEFOLGEN. Im weiteren erklärte Thomas Schritte zu einem lebendigen Bibellesen, damit Gottesbegegnung im Wort geschehen kann. Es geht nicht nur um Gnosis (Wissen), sondern auch um Epignosis (Kennen, Erfahrung, Begegnung). Bibellese: Den Bibeltext laut lesen, auf den Text bewusst hören.> Den Text langsam wiederholend lesen und Wirken lassen. > Mit allen Sinnen den Text wahrnehmen. Achtsam lesen und sich die Geschichten vorstellen. > Mit dem Bibeltext beten. > In Gottes Gegenwart sein und IHN schauen (Stille). Ich schaue Jesu an und er schaut mich an.

Nach einer Austauschrunde und einem sehr guten und liebevoll zubereiteten Mittagessen, hörten wir einen Beitrag von Thomas Schnyder zu den Stichworten WISSEN, WOLLEN, KÖNNEN. Im Anschluss hatten wir einen sehr erfrischenden Einblick in den Predigtdienst von Daniel Plessing (ETG Lidenwiese), Dan Schürch (ETG Bachenbülach) und Manuel Müller (ETG Neuhütten). Zum Abschluss sprach Thomas Dauwalter noch zum äusseren Auftreten des Predigers vor der Gemeinde (Haltung, Bewegungen, Gesichtsausdruck, Gestik, Frisur, Kleidung, …).

Ich ziehe für mich persönlich aus dieser Tagung folgende Punkte:

  • In der Predigt geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Emotionen und vor allem Gottesbegegnung. Die Predigt als eine Gotteserfahrung.
  • Als Prediger habe ich eine Vorbildfunktion. Philipper 3,17: Haltet euch an mein Vorbild, Brüder und Schwestern, und nehmt euch ein Beispiel an denen, die so leben, wie ihr es an mir seht.
  • Meine lebendige Gottesbeziehung ist ein Ausdruck meiner Beziehung zum Wort Gottes. Ich begegne Gott in seinem Wort.

Der ganze Tag war sehr wertvoll und auch sehr praxisbezogen. Die knapp 40 Teilnehmenden konnten viel profitieren und mit vielen guten Impulsen nach Hause gehen. Der Herr hat uns freundlich angeschaut. An Gottes Segen ist alles gelegen.

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