Eine Jüngerschaftskultur aufbauen

Tagung für Älteste und Gemeindeleitungen


von Walter Meier
ETG Pfäffikon, Sekretär Bund ETG

Wir wurden angeleitet, eine Jüngerschaftskultur zu leben:

  • Jünger / Nachfolger sind solche, die Jesus imitieren. Paulus schreibt in 1. Korinther 11, 1 „Seid meine Nachahmer, wie auch ich ein Nachahmer Christi bin“.
  • Die Jünger tun das, was sie den Meister – Jesus – tun sehen.
  • Die Jünger sind in Gemeinschaft unterwegs. Weniger als zwei geht nicht.
  • Jünger brauchen eine gesunde Balance zwischen Herausforderung und Ermutigung. Dies gilt auch für die Leitenden.
  • So wie die Bäume nicht das ganze Jahr Früchte bringen, so brauchen auch die Jünger immer wieder fruchtlose Zeiten. In diesen werden die Anlagen für neue Früchte angelegt.
  • In Johannes 15, 2 steht, dass Jesus jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt (oder: zurückschneidet), damit sie mehr Frucht bringe. Jesus will die Jünger verändern, sie sollen ihm ähnlicher werden. Jesus nimmt die Menschen so an wie sie sind, aber er lässt sie nicht so, wie sie sind.
  • Jünger nehmen die „Menschen des Friedens“ (nach Lukas 10, 6) in ihrer Umgebung wahr und machen sich mit ihnen auf den Weg mit Jesus. Die Menschen des Friedens sind solche, die Jünger an ihrem Leben teilhaben lassen und offen für das Reden Gottes sind.
  • Jünger Jesu nehmen wahr, wo Gott im Leben der „Menschen des Friedens“ redet und knüpfen an diesen Punkten an.
  • Jüngerschaft beginnt nicht mit der „Bekehrung“, der Hinwendung zu Jesus. Das fängt viel vorher an, nämlich dort, wo Gott in einem Leben zu reden beginnt. Und die Jüngerschaft ist nie abgeschlossen.
  • Jünger sind Menschen, die verinnerlicht haben, dass sie von Gott geliebt und befähigt sind.
  • Fazit: Mach es wie Gott – werde Mensch! Es gibt Menschen, die aufhören Menschen zu sein, wenn sie Christen werden.
  • Eine Jüngerschaftskultur braucht Freiräume in den Gemeinden. Gewisse Aktivitäten dürfen deshalb aus dem Gemeindeprogramm herausgekippt werden.
  • Ein gutes „Tool“, Jüngerschaft zu lernen, sind die sogenannten „Huddles“: Ein Reflektionstool für missionale Jünger und Leiter. Wir hören, was uns Jesus gesagt hat und setzen das in unserem Leben um.

Das Tagungsthema ist allerdings nur die Hälfte. Mindestens so wichtig sind die Gespräche am Tisch, beim Spazieren oder im Salon mit all den anderen hundert Leitungspersonen aus den ETG-Gemeinden in der Schweiz und Deutschland (und manchmal auch Österreich).Etliche sind zu Freunden geworden. Diese Begegnungen sind für mich die Vorfreude auf das nächste Jahr.

von links nach rechts:

Thomas Dauwalter, neuer Verbandsleiter
Die beiden Referenten mit dem Verbandsleiter
Hoodle wird demonstriert
Gruppenarbeit wird präsentiert

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