Wenn Gaben auf Widerstand stossen


von Rahel Baumann
Mutter von fünf Kindern, Rümlang

Gott hat mir bereits als ungefähr zehnjähriges Kind die Geistesgabe des Sprachengebets geschenkt. Ich nutzte sie damals nicht, weil ich mehr auf Menschen als auf mein Herz gehört habe. Mit 16 Jahren trat die Gabe ganz neu in mein Leben und Gott zeigte mir seine Fülle, die sich in dieser Gabe verbirgt. Als ich vor 14 Jahren meinen geistlichen Lebenslauf in der ETG erzählte, dazu mein Erlebnis mit der Gabe des Sprachengebets, freute sich nicht jeder darüber. Dieser Gegenwind beeinflusste mein Herz und ich begann die Gabe nur noch wenig zu nutzen. Bis Gott mir in meiner Not ganz persönlich begegnet ist. So stark habe ich ihn noch nie erlebt! ER stärkte mich einmal mehr und forderte mich heraus die Gabe zu gebrauchen, weil ER sie mir als Geschenk gegeben hat.

Ich möchte nicht in der Vergangenheit graben. Aus negativen Geschichten, die man mal hörte, entstanden komische Vorstellungen vom Sprachengebet und Ängste, es sei nicht von Gott. Vieles geschah aufgrund von Unwissenheit über Geistesgaben.

Oftmals höre ich, dass das Sprachengebet nur zur eigenen Auferbauung dient. Ja, das stimmt, aber nur zur Hälfte. Die Gabe ist für mich ein riesiges Geschenk. Mitten im Alltag fällt es mir nicht so leicht Ruhe zu finden. Da hilft es mir enorm, wenn ich solche „stillen“ Zeiten mit Gott direkt mit dem Sprachengebet beginnen kann. Leider tue ich das noch viel zu selten. Aber wenn ich es tue, hilft es mir, meinen Blick auf Gott zu richten, in seine Gegenwart zu kommen, meine Sorgen und Nöte bei ihm abzuladen. Und so erlebe ich sehr intensive Zeiten, in denen ich Gottes Gegenwart auf besondere Art spüren darf.  

Jemand sagte mal, dass wir jede Gabe des Geistes, die Gott uns anvertraut hat, treu gebrauchen sollen. Dass wir uns darin üben sie einzusetzen, bevor wir schon die Nächste fordern. Das wünsche ich mir auch. Denn meine Gabe ist nicht nur für mich alleine gedacht, davon bin ich überzeugt! Wenn ich mit Menschen rede und ich nicht mehr weiter weiß, kann ich einfach im Geist beten und um Weisheit bitten. Wenn ich für Menschen Fürbitte tue, sind meine eigenen Worte irgendwann zu Ende, dann kann ich in Sprachen reden und ich merke wie Gottes Geist die Führung übernimmt. Ich durfte auch schon bei meinen Kindern erleben, was ein solches Gebet bewirkt. Wenn sie nicht schlafen konnten, fing ich einfach an, laut in Sprachen zu beten und die Kinder schliefen dabei ein.

Ich bin überzeugt: Wenn wir ein offenes Herz und einen offenen Geist haben, kann Gott uns mit seinen Gaben beschenken. ER möchte uns begegnen und stärken. ER gibt nichts, was wir nicht wollen.  Aber ER hat so viele Schätze bereit für uns, dazu gehören auch die Geistesgaben. Sind wir bereit unsere Herzen zu öffnen und zu empfangen?

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