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Lasst schöpferische Kreativität sprießen

von Thomas Dauwalter

Derzeit stehen wir als Gemeinden und „Hirten“ der Gemeinden vor besonderen Herausforderungen. Wir wollen einerseits aufmerksam und sensibel mit der Corona-Situation umgehen, gleichzeitig aber auch gelassen, weil wir Christen allen Grund zu Gelassenheit haben. Wir sollten uns nicht zurückziehen, sondern präsent bleiben. Es kann und darf nicht sein, dass die Stimmen der Christen in solch einer Zeit verstummen. Es kann und darf nicht sein, dass das gesungene Lob an den Sonntagen nicht mehr zu hören ist oder das Hören auf „Gottes Wort“ verloren geht. Allein der Gedanke daran, weckt in mir ein „Jetzt-erst-recht“.

Gottesdienste auf neue Weise feiern

Als Kirche Lindenwiese haben wir uns entschieden, unsere Gottesdienste ohne Besucher am Ort zu feiern, aber mit vielen Zuschauern via Livestream. Wir sind dankbar, dass wir schon viel Übung damit haben. In anderen Gemeinden wird in kleinen Gruppen, die sich spontan ergeben haben oder Hauskreisen gefeiert. Andere schauen sich gemeinsam Livestream Gottesdienste an. Unser guter Vater schenke euch viel Kreativität für die Sonntage.

Praktische Nächstenliebe

Die gegenseitige Unterstützung, sei es die Hilfe beim Einkaufen oder Hüten der Kinder und vieles mehr, dürfte eine große Stärke unserer Gemeinden sein. Lasst diese praktische Nächstenliebe zum Aufblühen bringen! Wenn dieses gegenseitige Füreinander-da-sein zusätzlich mit den Menschen geteilt wird, die Jesus noch nicht kennen, kann Corona sogar zu viel Gutem beitragen. Nutzt auch Briefe, Karten, Mails oder den fast vergessenen Anruf per Telefon um mit Menschen aus eurer Gemeinde in Kontakt zu bleiben.

Bleibt am Ball

In früheren Zeiten wurden solche Krisen immer mit einem Ruf zur Besinnung und Umkehr verbunden. Die Besinnung auf das Wesentliche. Das ist auch in dieser Zeit zentral. Lasst uns mit der aufgeschlagenen Bibel in der Hand das Leben reflektieren oder ein gutes Buch zur Hand nehmen, einen Gebetsspaziergang (zu zweit) machen oder einfach unter einem Kreuz sitzen und beten. Auch dieser Aufruf zu solchen Wegen, auf unterschiedlichen Ebenen und auf unterschiedliche Art und Weise darf nicht verstummen. Gerade jetzt nicht, auch wenn es herausfordernd ist, gute, einladende und bisher unbekannte Alternativen zu finden. Auch wenn öffentliche Treffen nicht mehr möglich sind, lasst uns Wege suchen und finden, wie im kleinen Kreis Austausch und Ermutigung möglich ist.

Für alle Entscheidungen, die wir zu treffen haben, gilt es drei Aspekte in die Waagschale zu legen: Die Faktenlage, die Anweisungen unserer Regierung und die Gedanken Jesu. Hier machen wir den Unterschied zu Menschen, die Jesus nicht kennen. Wir wollen das eine nicht gegen das andere ausspielen, sondern alles als Gabe Gottes sehen. Auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen ist höchst spannend, anspruchsvoll. Alles sollte dem nachhaltigen Wohl der Menschen dienen und ihrem Heil, besonders derjenigen, die zu den Risikogruppen gehören.

Ruft IHN an

Ein letzter und zentraler Impuls auf dem Weg ist, die Einladung unseres guten Vaters im Himmel, zu ihm zu kommen, mit IHM zu reden, auf IHN zu hören. „Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und du sollst mich preisen“, weiß der Beter in Psalmen zu berichten (Psalm 50,15).Dieser Ruf bezieht sich sowohl auf die persönlichen Belange, als auch die gemeindlichen und im Blick auf unsere Länder und die ganze Welt. „Danke, lieber Vater, dass wir mit allem zu dir kommen können und du zu uns redest. Hilf uns, dich auch richtig zu verstehen und das Gehörte umzusetzen!“

Der gute Heilige Geist Gottes möge uns kreativ, konstruktiv und voller Zuversicht diese Phase gestalten lassen.

 

 

Motivationstag für Kinder-und Teenieleiter*innen (D)

von Miriam Hauri

Von fern und von nah: Am 8. Februar zog es die Deutschen Kinder- und Teenieleiter*innen in die Lindenwiese. 55 Nasen lauschten den Worten von Christian Zwicky, Pastor, Bund FEG Schweiz. Mit viel Herz gab er uns Einblick in sein Familienleben, erzählte uns, was es mit den Phasenkarten auf sich hat und wie diese in unserem Dienst eine Hilfe sein können. In etwas mehr als zehn Jahren wächst ein Baby vom Kleinkind über Schüler zum Teenager. In dieser Entwicklung durchschreitet das Kind verschiedene Phase mit einmaligen Chancen für die Glaubensvermittlung. Was sind diese Chancen? Und wie können die Leiter*innen am Sonntagmorgen oder in der Jungschar/Teeniekreis dem Kind/Teenie so begegnen, damit sein Herz für Gott offenbleibt? Christian gab dazu Impulse weiter und zeigte auf wie die Phasenkarten dabei eine Stütze sind. Das Gehörte übten die Leiter*innen in einer Gruppenarbeit ein.

In den sechs Workshops konnte jede Person aussuchen, was für neue Impulse sie mitnehmen wollte. Ob lieber Ideen wie mit Kids eine Lobpreiszeit gestalten oder wie eine Sitzung leicht geleitet wird. Die Topreferenten gaben ihre persönlichen Erfahrungen zur Arbeit mit Teenager sowie zur Gestaltung einer Kinder- und Jungscharstunde weiter. Kreative Ideen zum Beten und Bibellesen in Gruppen konnten eingeübt werden. Und speziell für Eltern gab es Erfahrungsgeschichten des Hauptreferenten zur Glaubenserziehung. Das super leckere Essen und die Spiele-Station mit großartigen neuen Ideen rundeten den Tag ab.

Die Phasenkarte können unter www.orangeleben.ch bestellt werden.

Connect 2019 - Up to God

von Nadine Hunziker

 Connect – der Teenie- & Jugendevent der ETG

„Up to God“, das war das Thema bei Connect 2019. Um zu erfahren, wie man zu Gott kommen und in Beziehung mit ihm leben kann, wurde die Frage gestellt, wer dieser Gott überhaupt ist. Die Grundlagen dafür lieferten spannende Predigten, die zum Nachdenken anregten. Dabei wurden Aspekte von Gott als Vater, Sohn und Heiligem Geist beleuchtet.

Kontakte über die Landesgrenzen hinaus

Connect fand dieses Jahr von Freitagabend, 22.11.2019 bis Sonntagmittag, 24.11.2019 statt. Wie der Name „Connect“ schon sagt, steht das Knüpfen und Pflegen von Beziehungen unter den Besuchern im Vordergrund. Dabei geht es zum einen um die persönliche Beziehung zu unserem Schöpfer und andererseits um das Treffen anderer Teenie- und Jugendgruppen aus Deutschland, Schweiz und Österreich. Über die Jahre in denen es Connect nun schon gibt, sind Verbindungen entstanden, die bis heute Bestand haben und wieder aufgefrischt werden können. Gerade um diese Beziehungen zu fördern hat die Freizeit einen wichtigen Platz. Zeiten, die genutzt werden können, um sich auszutauschen, Spiele zu spielen, sich im Soccer Court auszutoben oder zum Beispiel Samstag abends zur Musik von DJ AG ausgiebig zu tanzen. Während dem Wochenende fanden ausserdem Workshops statt. Man konnte sich in der Sporthalle oder auf der Wiese beim Flagfootball sportlich betätigen, seiner kreativen Ader beim Adventskalender basteln freien Lauf lassen oder sich von spannenden und kompetenten Gastrednern inspirieren lassen. Es war für jeden etwas dabei.

 

Anbetungszeiten berührten Herzen

Unter der Leitung von Hadassa Heer begleitete uns die Connect-Band musikalisch durch das gesamte Wochenende. Die Anbetungszeiten konnte man nutzen um gemeinsam und füreinander zu beten, mit den starken Texten unserem Gott Loblieder zu singen oder einfach nur um in sich zu gehen. Diese Zeiten ermöglichten es den Teilnehmenden Gott von seiner mächtigen und gleichzeitig fürsorglichen Seite zu sehen und zu erleben. Es wurden Herzen berührt, Wunden geheilt und Entscheidungen getroffen.

Wir sind unserem Gott sehr dankbar für das unvergessliche Wochenende. Er hat sich für uns wirklich erlebbar gemacht und diese Tage reich gesegnet. Wir sind davon überzeugt, dass er auch über Connect hinaus jeden Teenie und Jugendlichen begleitet und von sich begeistert. Denn sie sind die Zukunft unserer Gemeinden und sie sind daran interessiert unseren Gott immer besser kennenzulernen! Connect 2019 ermöglichte es, in Gemeinschaft über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg Gott zu begegnen.

 

 

Jesus.Punkt. - Tagung 19.-21. Juni 2020 mit Bruxy Cavey, Bienenberg, Liestal

von Markus Hunziker

Jesus.Punkt. Es geht um Jesus. Davon ist Bruxy Cavey überzeugt, Pastor einer der grössten Kirchen in Kanada, Meeting House in Oakville, Ontario. Aber schon der erste Blick auf deren Website lässt erahnen, dass es seiner Bewegung nicht um trendige Großveranstaltungen geht. Es geht um Jesus.Punkt.

In einem, in drei und in dreißig Worten fasst Bruxey Cavey Gottes gute Botschaft für Menschen unserer Zeit zusammen: Herausfordernd, packend und inspirierend. Gute Botschaft für uns als Nachfolger, aber auch speziell gute Botschaft für die Menschen, zu denen Jesus – auch durch uns – unterwegs ist.

Wie dies in einer nachchristlichen Zeit aus täuferischer DNA heraus gelebt werden kann, motiviert. Die Nachfolger des Meeting House leben eindrücklich vor, was es heißt, missionale Gemeinschaft in den vielen Locations vor Ort zu leben und Jesus.Punkt. mit den Menschen ihres Alltags zu teilen.

Dies empfinde ich auch als für mich, mein Leben und die Bewegung ETG relevant. Ich möchte mir Zeit nehmen, dies mit anderen zu bewegen. Treffe ich dich auch dort?

Kinder-im-Fokus-Konferenz

Gute Ideen kommen vom Himmel

von Beat Bachmann

Gemeindemitarbeitende im Bereich Kinder konnten an einer Konferenz auf St. Chrischona Ideen und Motivation tanken.

Am 2. November fand sie siebte Kinder im Fokus (KiFO) Konferenz unter dem Motto „Berufen-befähigt-begleitet“ statt. Ein Moderationsteam bestehend aus zwei Personen unterschiedlicher Generationen begrüßte die 460 Kindermitarbeitenden, davon 50 von der ETG auf dem Chrischona Campus.

Komplette Überforderung

Matthias Kuhn (Kuno) erklärte mit seiner „Berufungspyramide“, dass es zuerst darum geht sich als „Kind Gottes“ zu wissen, dann ein Botschafter Gottes zu werden, um sich schließlich auf einen spezifischen Dienst einlassen zu können. Gott lädt uns ein in die „eigene Veranlagung“ zu treten mit dem Wissen, dass es uns an die Grenzen bringt. „Jede Berufung im Reich Gottes ist eine komplette Überforderung“, hielt Kuno und zeigte auf, dass gerade die Arbeit mit Kindern eine doppelte Herausforderung mit sich bringt. „Kinder sind echter und direkter als Erwachsene und das fordert!“ Nur mit Wissensvermehrung und menschlicher Power scheiterten viele an ihrer Berufung. Erst wenn wir kapitulieren, können wir uns die Gnade Gottes bewusster machen und uns mehr auf Gottes Geist einlassen. „Gott hat es im Griff, er macht es mit uns. Die guten Ideen bekommst du vom Himmel geschenkt“, sagte Kuno.

Wider die Entmündigung der Eltern

Im Seminar „Jüngerschaft in der Familie“ sprach Kuno über die Gefahr der Entmündigung der Eltern. „Wir müssen verhindern, dass ein Outsourcing der geistlichen Erziehung geschieht und Kinder ‚nur‘ in der Kirche Glaubensförderung erhalten.» Eltern, welche dabei oft überfordert sind, sollten befähigt und unterstützt werden, den Glauben mit ihren Kindern zu Hause leben zu können.

Große Materialmesse

In 13 kurzen Modulen und einer großen Materialausstellung konnten sich die Teilnehmenden für ihre praktische Arbeit mit Kindern inspirieren lassen. Neu befähigt reisten die Teilnehmer/innen am Abend wieder „vom Berg“ hinunter.

 

Hinweise: Der Link zum Poetryslam von Pascal Hirschi zum Konferenzthema "berufen - befähigt - begleitet!" findest du unter www.kifo.ch/konferenz Die Audioaufnahmen der Referate von Kuno folgen etwa ab Mitte November

 

Die KiFo-Konferenz ist ein Weiterbildungsanlass für Kindermitarbeitende mit Plenarveranstaltungen, Modulen und einer großen Materialmesse. Ziel ist es, Kindermitarbeitende zu fördern und Fertigkeiten zu vermitteln für die Arbeit unter Kindern. Seit 2013 wird diese Konferenz von einem Team mit Mitarbeitenden verschiedener Freikirchen und Organisationen angeboten und jeweils von 400-600 Teilnehmenden besucht. Die ETG ist Teil des Vorbereitungsteams. www.kifo.ch