News

Rückblick auf: Mehr als Ferien am Meer

von Hansueli Bräker

Wenn Glut unter der Asche neu entzündet wird

Vom 07.09.2019 – 14.09.2019 sind sich 32 Frauen und Männer in der Toskana begegnet, um sich von der Thematik „Lebensverändernde Spiritualität“ neu herausfordern zu lassen.

Thomas Dauwalter stellte die verschiedenen Spiritualitäten (Frömmigkeitsstile) spannend und motivierend vor. Auf einer der Folien schrieb er: Wer in Gott eintaucht, taucht neben seinem Mitmenschen wieder auf – mitfühlend, achtsam, interessiert und hellwach. Und er kommt auch bei sich selbst hellwach an.

Genau das geschah in der Gruppe: inspirierende und frohmachende Begegnungen. Da "kämpfte" der Sinnliche mit dem Rechtgläubigen gegen die hohen Wellen im Mittelmeer. Der Bibelzentrierte joggt mit dem Sakralen durch die herrlichen Pinienwälder der Toskana. Und alle trafen sich jeden Morgen zum Lobpreis und erlebten den gleichen Gott auf verschiedene Art und Weise.

"Es geht nicht darum, dass wir an die „Dreieinigkeit Gottes“ glauben," betonte Thomas Dauwalter und  ermutigte uns Gott immer mehr trinitarisch zu erleben: Als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist. Wir sind überzeugt: Da und dort wurde in diesen Tagen die Glut unter der Asche neu entzündet.

Die Hotelanlage Riva del Sole in Castiglione della Pescaia direkt am Meer mit wunderbarer Sicht auf das Meer und die Insel Elba hat auch zur gemütlichen Stimmung beigetragen. Zu gegebener Zeit werden wir über eine Neuauflage „Mehr als Ferien am Meer“ informieren.

Marianne und Hansueli Bräker  -  Marianne und Max Tröhler

 

Was mir wichtig wurde...

Stimmen von Teilnehmer/innen:

Über Narben im Leben sprechen

30 Teilnehmer/innen kennen lernen - ein Stress?! Wir befolgten den Rat, jeweils neue Plätze zu besetzen, damit man sich austauschen konnte. Interessanter Nebeneffekt: Von Tag zu Tag kürzten wir unsere Lebensgeschichten auf das Wesentliche.

Gut getan hat uns auch, mal über die Narben in unserem Leben zu sprechen und die Heilung durch den Herrn Jesus in unseren Leben zu bezeugen. Die Reaktionen darauf ermutigten uns. Immer wieder kam Dankbarkeit gegenüber unserem Vater im Himmel zum Ausdruck von Zuhörern und Erzählern. Ob Trauriges oder Erfreuliches (vgl. Römer 12,15), die Offenheit war da und der Humor kam nicht zu kurz. Schnell spürten wir eine Verbundenheit, wie man sie so nur in Gemeinschaft mit Jesus-Nachfolgern erleben kann.

Durch die Inputs lernten wir unsere „Herkunftspiritualität“ und deren gegenüberliegende „Aufbruchspiritualität“ besser kennen. Fazit: Nur auf die Herkunftspiritualität fokussiert sind wir unvollständig und können mit Geschwistern, die eher in anderen Stilen „zuhause“ sind, möglicherweise nicht umgehen. Uns kam dazu in den Sinn, dass wir als Leib alle Glieder benötigen. Thomas Dauwalter zitierte den Satz: Einheit ist das Zusammenführen der Gegensätze im Sinne der Ergänzung. Genauso empfanden wir diese wunderschöne Woche!

Jeanette und Christoph Kälin, ETG Rüti

Bezaubernde Toskana, türkisfarbenes Wasser und grüne Pinien…

Jeder von uns empfindet und „tickt“ anders. Das prägt auch unsere Beziehung zu Gott. Dem einen fällt es leichter, Gott zu lieben mit ganzem Verstand, anderen mit ihrem Willen, und noch andere tun das vor allem mit ihrem Herzen. Dem einen ist Gott als Schöpfer und Herr näher, ein anderer erlebt Gottes Gegenwart in der Person Jesu; noch andere finden Zugang zu Gott vor allem durch den heiligen Geist in ihnen. Uns wurde klar: Es ist wichtig, den eigenen Stil kennen zu lernen und darin bewusst die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Ebenso wichtig ist es, andere - auch gegensätzliche und für mich fremde - Frömmigkeitsstile kennen zu lernen, die aber für andere genau richtig sind. Dabei wurde uns beiden deutlich: Was dem einen wichtig ist in der persönlichen Beziehung zu Gott, unterscheidet sich von dem, wie der andere Gott am intensivsten erlebt. Gott zu spüren während einer von uns singt und die Tränen tropfen. Das ist nicht schlechter oder besser als der andere, der gerne eine tiefgründige Predigt anhört. Nicht falsch, sondern anders - eine notwendige Ergänzung für mich. Wir können voneinander lernen und bekommen weniger Schlagseite.

Debbie und Heinz Fuchs, ETG Ludwigsburg

Die "Arche" Neuhütten feiert Geburtstag

von Silke Schloe

Ein Fest für Gross und Klein

Die „Arche“ hatte am 7. Juli viele Menschen „an Bord“ – Über 300 Gottesdienstbesucher plus 100 Kinder feierten das zehnjährige Bestehen des ETG-Gebäudes in Neuhütten. Los ging es mit einem Festgottesdienst. Gemeindeleiter Joachim Föll hielt dankbar fest: „Die Arche ist ein Ort des Lebens, der Hoffnung und des Glaubens geworden; es kommen unterschiedliche Generationen zusammen“. Hier hat man in den letzten zehn Jahren 500 Gottesdienste gefeiert, 45 000 Portionen Essen ausgegeben, 75 Kinder wurden geboren, es gab 20 Beerdigungen, 20 Paare haben geheiratet und nicht zuletzt konnten 75 Tauffeste gefeiert werden.

Auch Bürgermeister Timo Wolf würdigte das „Engagement der ETG mit Herzblut“ für die Jugend, die kulturellen Angebote und die segensreichen Dienste. Gemeindeleiter Dieter Trefz predigte über neue Lebensräume, die Gott schaffen möchte. „So wie die Taube Noah neuen Lebensraum ankündigte, sind auch wir herausgefordert, mit Jesus Schritte zu wagen auf neues Terrain“, so Trefz. Dieses Motto symbolisierten zehn Tauben, die nach dem Gottesdienst feierlich in die Lüfte stiegen.

Anschließend gab es für Jung und Alt ein buntes Programm in und rund um die Arche. Man konnte sich mit einem „Arche-Weck“ stärken, eine Rollenbahn runtersausen, in einer Lounge „chillen“, an einer Bastelstation Schiffe bauen, auf einer Hüpfburg toben, Gummibärchen und Popcorn naschen, beim Torwandschießen Preise gewinnen oder im Flohmarkt auf Schnäppchenjagd gehen.

Zehn Jahre Arche – was bedeutet das für einzelne ETG-ler? Reinhold Schlarb etwa freut sich, dass die Basis stimmt und die Entwicklung nach vorne geht. Außenstehende erleben nicht nur ein gesellschaftliches Event, sondern lernen Jesus als ihren Retter kennen. Jael Föll und Robert Radlinska erzählen beide: „Die Arche ist ein zweites Zuhause, hier erlebe ich ein Gefühl von Heimat.“  Auch Jule Müller sieht das Gebäude positiv; „Wir haben uns nach außen geöffnet, sind mutiger geworden, gerade auch für junge Leute. Das Gebäude gibt uns Verantwortung weiter zu wachsen.“